TURIN

Beschreibung und Charakteristik

Lebendig und elegant, immer in Bewegung, Torino ist eine unglaublich grüne Stadt: sanft an den Hügeln liegend und umarmt von dem sinnlichen Verlauf des Po, verdankt es einen Großteil ihres Charmes der traumhaft geografischen Lage, zu Füßen des westlichen Alpenbogens und bewacht von Schnee bedeckten Gipfeln.

Die erste Hauptstadt von Italien lädt Sie ein, die alte und neue Geschichte, die Paläste und die Museen, die Parks und die Baumalleen, die Flüsse und die Anhöhen, die Restaurants und die historischen Cafés, die langen Laubengänge und die multiethnischen Stadtviertel, die großen Ereignisse und die vielen kleinen Schönheiten, die sie seit jeher im Einklang mit der rationalen Römerstadt, der angemessenen Pracht des piemontesischen Barocks und der Originalität der modernen und zeitgenössischen Architektur stehen und sie einzigartig machen, kennen zu lernen.

Museen in Torino

Wir laden Sie ein, die Vielseitigkeit von Torino anhand der zahlreichen und bemerkenswerten Museen, den Zeitzeugen der Geschichte, der Kultur, der Industrie und der Internationalität der Stadt, zu entdecken. 

Über das faszinierende Ägyptische Museum, zweitgrößtes nach dem in Kairo, hat bereits 1824 Francois Champollion, Entzifferer der Hieroglyphen, geschrieben, dass „die Straße nach Memphis und Theben führt durch Torino“. 

Zu Beginn den 20. Jahrhunderts war unsere Stadt Zeugin bei der Geburt des italienischen Kinos: deswegen konnte nur hier das Nationale Kino-Museum in der herrlichen Kulisse der Mole Antonelliana entstehen. 

Zahlreiche Gebäude zeugen von der Liebe zur Kultur des Hauses Savoyens: das Königliche Waffenarsenal, eines der reichsten Europas, die Galerie der Savoyer, italienische und flämische Kunstsammlung, das Kunsthistorische Museum im Palast Madama und das Nationalmuseum der Italienischen Renaissance im Palast Carignano. 

Die industrielle Berufung von Torino hat ihr Zentrum im renovierten MAUTO-Nationales Automobilmuseum gefunden, das die Geschichte und die mit ihr verbundene soziale Thematik erzählt. 

Am Monte dei Cappuccini, mit Panoramablick über die Stadt und den Alpenbogen, erhebt sich das Nationalmuseum der Berge, 1874 gegründet, um die gesamte Bergwelt auf ideale Weise zu verbinden. Torino ist auch die italienische Hauptstadt der Kunst von heute und morgen, mit internationalen Einrichtungen, wie die GAM-Galerie der Modernen und Zeitgenössischen Kunst, die Stiftung Sandretto Re Rebaudengo, die Stiftung Merz, die Pinakothek Giovanni e Marella Agnelli, das Museum der Zeitgenössischen Kunst im Schloss von Rivoli, Stätten großer Ausstellungen und wertvoller Dauerausstellungen. 

Aber auch die Stadt selbst ist ein echtes und wahrhaftes Museum en plein air, mit Werken weltberühmter Künstler, wie die Iglu von Merz, die „Arte povera“ von Penone, der Komplex des PAV-Park Lebender Künste... - und sie selbst befindet sich in ständigem Wandel! 


Die königlichen Residenzen

Versetzen Sie sich in die Atmosphären anderer Zeiten und die Zeit des Torino als erste Hauptstadt von Italia in den herrlichen Königsresidenzen, den Theatern des Lebens und der Macht des Hauses Savoyen: eine „Krone der Kostbarkeiten“ charakterisiert und umarmt die Stadt und stellt europaweit ein einzigartiges Unicum dar, das von der UNESCO 1997 als Weltkulturerbe der Menschheit anerkannt wurde. 

Mitten im Zentrum, auf der Piazza Castello, zeigen sich der majestätische Königspalast - der zusammen mit der Galerie der Savoyer, dem Königlichen Waffenarsenal, der Königlichen Bibliothek und dem Archäologischen Museum den Königlichen Mittelpunkt bilden - sowie der Palast Madama, mit der herrlichen Barockfassade und dem reichen Kunsthistorischen Museum. 

Nicht weit davon entfernt erhebt sich ein typisches Beispiel des piemontesischen Barocks: der imponierende Palast Carignano, der seit 1878 Sitz des Nationalmuseums der Italienischen Renaissance ist. Entlang des Po finden wir das Schloss des Valentino, das Christina von Frankreich im Stile nördlich der Alpen erbauen ließ und heute Sitz der Fakultät für Architektur des Polytechnikums von Torino ist. Wenige Schritte vom Zentrum entfernt, wird die Villa della Regina von den Hügeln umarmt, umgeben von italienischen Gärten mit Pavillons, Wasserspielen und Landwirtschaftsflächen. 

Die „Krone“ schließt sich mit dem Jubel der Schlösser und Residenzen in der Umgebung. Die herrliche Residenz von Venaria beherbergt heute in ihrem wundervollen Inneren und in den szenographischen Gärten großartige Veranstaltungen, Ausstellungen und Konzerte. 

Bevorzugter Sitz der Savoyer für prunkvolle Feste und Feierlichkeiten war das Jagdschlösschen von Stupinigi, inspiriert nach dem Modell der zeitgenössischen Mitteleuropäischen Residenzen. Zu den ältesten Residenzen des Hauses Savoyen zählt das monumentale Schloss von Moncalieri, der einstige Verteidigungs- Schutzwall im Mittelalter wurde von den Savoyern zum Sitz für die Erziehung der jungen Prinzen umgewandelt. 

Das Schloss von Rivoli aus dem XI. Jahrhundert wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts Hofresidenz; jedoch blieb das darauf folgende Projekt unvollendet: das Museum für Zeitgenössische Kunst fand seinen Sitz in einem original architektonischen Kontext. 

Das Schloss von La Mandria wurde von Viktor Emanuel II. bevorzugt: die Königlichen Apartments sind vollständig erhalten und zeigen seine intime und familiäre Bestimmung für Rosa Vercellana, genannt „la Bela Rosin“; zuerst seine Geliebte und danach seine unebenbürtige Gemahlin. 

Wenige Kilometer von Torino entfernt befindet sich schließlich das elegante Fürstenschloss von Agliè, das, umgeben von einem Park mit hundertjährigen Bäumen, wertvolle Einrichtungen und Sammlungen beherbergt; im Schloss Cavour von Santena wuchs der berühmte Statist und hielt die politisch wichtigsten Versammlungen; im Schloss von Susa fand die Hochzeit der Komtess Adelheid und Oddone von Savoyen statt, wodurch die savoyische Dynastie gegründet wurde. 


Die Orte des Geistes

Torino war schon immer von einer mystischen Atmosphäre durchdrungen, die man auch noch in unserer Zeit atmen kann, wie anlässlich der Zurschaustellung der Sindone, dem heiligen Leintuch, in das der Leichnam Christi gehüllt wurde und das im Dom Hl. Johannes, im Renaissancestil erbaut, aufbewahrt wird.  

Viele Kirchen sind historische Kunstschätze, wie die Kirche des Hl. Lorenz, mit der gewagten Kuppel des Guarini, die Kirche des Hl. Philip Neri, das größte Kulturgebäude der Stadt, die Kirche der Großen Gottesmutter, die erhaben und mysteriös über die beiden Ufer des Po wacht. 

Der Triumpf des Barock kann auch nicht absehen von den Zwillingskirchen des Hl. Karl und der Hl. Christina auf der Piazza San Carlo sowie von der Kirche des Corpus Domini, geweiht nach dem Wunder des Hl. Sakramentes und von der Wallfahrtskirche der Trösterin, die zusammen mit der neoklassischen Mariahilfbasilika von Don Bosco gegründet, nicht nur Anziehungspunkt der frommen Stadtbevölkerung ist. 

Und schließlich dominiert die juvarrianische Basilika von Superga auf einem Aussichtspunkt über der Stadt, der den gesamten Alpenbogen erfasst; in den unterirdischen Gewölben der Basilika befinden sich die monumentalen Gräber der Savoyer Könige.